So prüfen Sie die Verfügbarkeit
- Adresse abfragen. Im Vergleich oder beim Anbieter: Straße, Hausnummer und Postleitzahl, bei Mehrfamilienhäusern auch die Lage der Wohnung, wenn danach gefragt wird.
- Auf die Technik achten. Steht dort DSL, Kabel oder Glasfaser? Bei DSL zeigt die Höchststufe (50, 100 oder 250 Mbit/s), was am Verteilerkasten ausgebaut ist.
- Regionalen Überblick holen. Der Breitbandatlas im Gigabit-Grundbuch der Bundesnetzagentur zeigt, welche Bandbreiten in einer Gegend verfügbar sind. Er arbeitet mit Rasterflächen und ist nicht adressgenau.
- Vor Vertragsschluss die Zusammenfassung lesen. Dort stehen für Festnetzanschlüsse die maximale, die normalerweise verfügbare und die minimale Geschwindigkeit.
DSL, VDSL, Vectoring: die Stufen
DSL ist nicht gleich DSL. Je näher die aktive Technik an Ihre Wohnung rückt, desto schneller wird die Kupferleitung. Die gängigen Stufen:
| Technik | Download bis | Upload bis | Erkennbar an |
|---|---|---|---|
| ADSL | 16 Mbit/s | ca. 1 Mbit/s | Telefondose (TAE) |
| VDSL | 50 Mbit/s | 10 Mbit/s | Telefondose (TAE) |
| VDSL mit Vectoring | 100 Mbit/s | 40 Mbit/s | Telefondose (TAE) |
| Supervectoring | 250 Mbit/s | 40 Mbit/s | Telefondose (TAE) |
| Kabel | 1.000 Mbit/s | meist 50 Mbit/s | Multimediadose |
| Glasfaser (FTTH) | 1.000 Mbit/s und mehr | je nach Tarif | Glasfaserdose (Gf-TA) |
Die Werte sind Höchstwerte der jeweiligen Technik. Bei DSL sinkt die Geschwindigkeit mit der Länge der Leitung zwischen Verteilerkasten und Hausanschluss. Kabel und Glasfaser sind davon kaum betroffen.
Welche Dose haben Sie?
Ein Blick auf die Anschlussdose verrät, welche Leitung im Haus liegt:
- Telefondose (TAE): flache Dose mit einer oder drei Buchsen. Darüber läuft DSL.
- Multimediadose: drei runde Anschlüsse für TV, Radio und Daten. Das ist ein Kabelanschluss, oft von Vodafone.
- Glasfaserdose (Gf-TA): kleines Kästchen mit einer Kennung (Home-ID). Dahinter liegt Glasfaser; geschaltet wird sie mit einem Vertrag beim Netzbetreiber oder einem Anbieter, der dessen Netz nutzt.
Liegt eine Dose, heißt das noch nicht, dass der Anschluss aktiv ist oder jeder Anbieter ihn schalten kann. Das zeigt erst die Adressprüfung.
Was „bis zu“ im Vertrag bedeutet
„Bis zu 250 Mbit/s“ beschreibt die Technik, nicht Ihren Anschluss. Verbindlich ist die Vertragszusammenfassung. Bei Festnetzanschlüssen muss der Anbieter dort drei Werte nennen: maximale, normalerweise verfügbare und minimale Geschwindigkeit.
Weicht die Geschwindigkeit erheblich, kontinuierlich oder regelmäßig wiederkehrend vom Vertrag ab, dürfen Sie das Entgelt mindern oder ohne Frist kündigen (§ 57 Abs. 4 TKG). Als Nachweis gilt die Desktop-App der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur: 30 Messungen an drei Kalendertagen innerhalb von 14 Tagen, per LAN-Kabel. Die Schritte erklärt unser Schwesterportal unter Internet zu langsam.
Wie viel Geschwindigkeit brauchen Sie?
Für die meisten Haushalte reichen 50 bis 100 Mbit/s im Download. Wichtiger als der Höchstwert ist oft der Upload, sobald jemand im Homeoffice arbeitet, viel per Video telefoniert oder Fotos in die Cloud sichert. Hier liegt DSL mit höchstens 40 Mbit/s hinter Glasfaser. Den Bedarf Ihres Haushalts rechnet der Bandbreiten-Rechner von meinvergleichsportal.de aus.
Quellen
- Breitbandatlas im Gigabit-Grundbuch
- BNetzA: Internetgeschwindigkeit und Breitbandmessung
- § 57 TKG: Minderung und Kündigung
- Verbraucherzentrale: Angebote vergleichen
Stand: 2. Oktober 2026. Rechtliche Angaben ohne Gewähr; keine Rechtsberatung.